Gelbbacke

Maximilian Jasker mit seinen Gelbbacke Rüden-Gelbbacke Welpen

Unsere Gelbbacke Welpen

Ein bedrohter Gelbbacke Welpen kaut auf eine Halsband

Altdeutscher Hütehund Gelbbacke

Die Gelbbacke ist ein Hund und ein Schlag, der zu den Altdeutschen Hütehunden gehört. Dabei handelt es sich um seltene Hunderassen, die vom Aussterben bedroht sind. Sie ist keine Hunderasse, die von der „Fédération Cynologique Internationale (FCI)“ definitionsgemäß anerkannt ist. Die Altdeutsche Hütehunde wurden seit je her für das Hüten, Treiben und Beschützen von Schafen, Kühen und Schweinen eingesetzt und früher von Wanderschäfern gehalten. Als altdeutscher Hütehund tritt die Gelbbacke in verschiedenen Typen auf. Das sind der ostdeutsche Typ, der mitteldeutsche Typ und der süddeutsche Typ mit jeweils unterschiedlichen Merkmalen. Der tschechische „Chodenländer Hund“ ist ein enger Verwandter von der Gelbbacke.

Herkunft

Die Gelbbacke Hunderasse stammt aus Deutschland und lässt sich bis in das Mittelalter zurückverfolgen und war in den deutschen Landen als Altdeutscher Hütehund bei den Schäfern und in der Landwirtschaft weit verbreitet etabliert.

Kennzeichen

Die altdeutsche Gelbbacke weist in ihren verschiedenen Typen dennoch einige gemeinsame Merkmale auf. Der altdeutsche Hütehund besitzt eine Widerristhöhe zwischen 55 und 60 Zentimetern. Bei dem Fell handelt es sich meist um ein schwarzes oder dunkles, braunes Langstockhaar. Es gibt jedoch auch Hunde mit einem stockhaarigen oder rauhaarigen Fell. Den Namen Gelbbacke hat diese Hunderasse von den markanten gelben oder lohfarbenen Felltönen um den Fang, über den Augen und an den Läufen. Es gibt jedoch innerhalb der Hunderasse verschiedene Erscheinungen des Fells.

Die Hunde von den ostdeutschen und mitteldeutschen Schlägen besitzen ein schwarzes Langstockhaar Fell mit ausgeprägten gelben, roten oder braunen Abzeichen um den Fang, über den Augen und an den Läufen. Insbesondere aufgrund der markanten Farbakzente auf dem Fell über den Augen hat die ost- und mitteldeutsche Gelbbacke den Spitznamen „Vierauge“ erhalten. Die ostdeutsche Rasse ist von einer schlanken, gut proportionierten und muskulösen Statur. Dabei ist der Körperbau feingliedriger als bei einem süddeutschen Hütehund.

Der süddeutsche Schlag weist in seiner Erscheinung sehr unterschiedliche Merkmale auf. Im Süden Deutschlands besitzen sie ein allgemein dunkles, schwarzes oder auch braunes Fell, das im Kopf- und Brustbereich helle, gelbe oder braune Farbakzente aufweist. Auch bezüglich anderer Merkmale sind die in Süddeutschland vorkommenden Hunde uneinheitlich. So gibt es Hunde mit Kippohren anstatt Stehohren oder mit einem stockhaarigen Fell oder Hunde, die einem Deutschen Schäferhund ähneln oder Gelbbacken, die an andere Altdeutsche Hütehunde, wie den Strobel erinnern. Eine allgemeine Beschreibung über den süddeutschen Schlag der Hunde ist daher nicht möglich

Eigenschaften

Altdeutsche Hütehunde, zu denen neben der Gelbbacke auch die Westerwälder und Siegerländer Kuhhunde, die Schafhunde Schwarzer, Fuchs und Tiger oder der zotthaarige Strobel und Schafpudel gehören, sind bekannt für ihren Arbeitseifer, ihr Durchsetzungsvermögen, ihre Wachsamkeit, ihre Selbstständigkeit und ihre hohe Leistungsfähigkeit. Sie ist eine Hunderasse, die sehr arbeitswillig, robust, intelligent, lernfähig, agil und ausdauernd ist sowie sich durch ein selbstständiges, hartes Arbeiten auszeichnet. Die Altdeutsche Gelbbacke ist ein sehr guter Arbeitshund, der dementsprechend eine artgerechte Beschäftigung benötigt, die ihn körperlich und auch geistig aktiv fordert. Wird der Gelbbacke Hund allein als Familienhund etabliert, muss dies in der Haltung berücksichtigt werden. Der Hund muss seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen sowie den vollkommen neuen Umständen entsprechend konsequent erzogen werden.

Verbreitung

In Deutschland ist die Altdeutsche Gelbbacke in Ostdeutschland und Süddeutschland verbreitet. Der ostdeutsche Gelbbacke Hund gehört dabei in Ost- und Mitteldeutschland zu den am weitesten verbreiteten Schlägen dieser Altdeutschen Hütehunde. Während sich in den westdeutschen Gebieten der Deutsche Schäferhund etablierte, förderten und züchteten die Menschen in den ostdeutschen Ländern, vor allem auch in der Schafhaltung der ehemaligen DDR, weiterhin den traditionellen altdeutschen Schlag der Gelbbacke, da er seit je her einen ursprünglichen, altbewährten und ausgezeichneten Arbeitshund darstellt.

Wesen

Im Wesen kann die altdeutsche Gelbbacke sehr unterschiedliche Züge aufweisen. Grundsätzlich verfügen sie über ein sehr stabiles und starkes Wesen mit einem ausgewogenen Charakter. Als Altdeutscher Hütehund kann sie temperamentvoll sein, ist jedoch auch ein ausgesprochen treuer Hund mit einem aufrichtigen Wesen, das die Schäfer besonders schätzen. Der Hund erweist sich mit der richtigen Erziehung und Haltung als ein freundlicher, angenehmer Begleiter, der bis in das hohe Alter unternehmungslustig, agil und lernfreudig ist.

Gefährdung

Mit dem Rückgang und mangelhaften Bedarf an Schäfern im Verlauf der Zeit nahm auch der Bestand dieser Rassen ab, ebenso wie Altdeutsche Hütehunde im Allgemeinen. Heute sind es seltene Hunderassen, die vom Aussterben bedroht sind. Der Gelbbacke gehört auf der Roten Liste der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH)“ zu den gefährdeten Arten der Kategorie III.

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