Lachshuhn

Zwei Laschshühner auf grüner Wiese

Das Lachshuhn mit französischen Wurzeln

Herkunft: Deutschland. Das Lachshuhn wird auch öfter als “Deutsche Faverolles” bezeichnet.

Lebende Tiere: Das Lachshuhn zählt zu den als selten Haustierrassen. Sie werden in der “Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen” der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung geführt. Häufiger als die Großrasse ist die anerkannte Zuchtrasse Deutsches Zwerg-Lachshuhn.

Ernährung: Grünfutter Sämereien, Insekten, Schnecken, Würmer, Ameisen, Larven etc.

Legeleistung pro Jahr:  160 Eier

Eigenschaften

Die ursprüngliche Farbe der weiblichen Deutschen Lachshühner ist lachsfarbig. Flügeldecke, Rücken und Bürzel der Henne sind lachsrot, der Hals trägt eine etwas intensivere Färbung. Andere Gefieder-Regionen sind heller bis hin zum Mehlweiß. Das Gefieder des Hahns ist zum überwiegenden Teil schwarz, mit einem grünlich-blauen Schimmer. Lediglich Hals und Sattelbehang zeigen die typische Lachsfarbe der Lachshühner. Kehllappen und Ohrlappen verbergen sich hinter einem üppigen Federbart. Neben diesem klassischen Lachs-Farbschlag existieren inzwischen auch andere, registrierte Farbschläge.

Lachshühner zeichnen sich durch einen kräftigen Körper aus, sind aber keinesfalls schwerfällig. Besondere Erkennungsmerkmale für zuchtreine Deutsche Lachshühner sind Bart und fünf, anstelle der üblichen vier Hühnerzehen. Die Außenzehen sind befiedert. Die Henne erreicht ein Körpergewicht von 3,00 Kilogramm (kg), der Hahn 4,00 kg. Lachshühnergelten als ausgeprägte Nicht-Brüter In der modernen Zucht übernimmt die Brutmaschine die im Tierreich der Bruthenne zugeordnete Tätigkeit.

Als Zwiehuhn gezüchtet, sind zwei Aspekte der wirtschaftlichen Nutzung relevant: Die Legeleistung der Henne liegt ab dem ersten Jahr konstant bei 160 Eiern pro Jahr. Neben dieser guten Legeleistung überzeugt die Rasse durch beste Mästbarkeit, die laut Zuchtbuch ein sehr schmackhaftes Fleisch hervorbringt.

Die Haltung der ruhigen, schnell zutraulich werdenden Lachshühner ist unproblematisch. Vom frühesten Küken-Alter an suchen sie sich ihr Futter gerne selbst. Sie benötigen allerdings dann besonders hochwertiges Futter, wenn bei der Aufzucht Wert auf viel Fleisch gelegt wird. Deutsche Lachshühner werden etwa 5-7 Jahre alt. Sie sind ausgeprägte Nichtflieger. Eine Höhenbegrenzung bei der Einzäunung erweist sich in der Regel als ausreichend.

Geschichte und Herkunft

Im Sinne ihrer Herkunft sind Deutsche Lachshühner keine Hühner aus ursprünglich deutschem Zuchtbestand. Der Länderzusatz “Deutsch” in der Rassebezeichnung trägt den Fortzuchtbemühungen deutscher Züchter Rechnung. Ihr Verdienst war es, aus einem züchterisch eher uneinheitlichen Masthuhn französischen Ursprungs ein für deutsche Zuchtbücher taugliches, einheitliches Zwiehuhn zu züchten. Unter Zwiehuhn verstehen Hühnerzüchter die kombinierte Nutzung als Lege- und Masthuhn.

Historisch führen sich Lachshühner auf die französischen Faverolles zurück. Rund um den Ort gleichen Namens entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Rasse des Faverolles-Huhns. Die Basis bildeten regionale Landhuhnschläge. Durch Einkreuzen schwerer Rassen wie Brahma, Crève-Coeur, Dorking und Houdan entstand ein als Fleischhuhn zu charakterisierender Hühnerschlag,

Dank intensiver Zuchtbemühungen wurden im Jahr 1915 aus Faverolles-Hühnern eingetragene “Lachshühner”. Erst nach 1945 stehen sie als Deutsche Lachshühner in den Zuchtbüchern. Aktuell wird die Rasse in offiziellen Schriften auch als Deutsche Faverolles bezeichnet. Neben der Großrasse “Deutsche Lachshühner” existiert eine ebenfalls anerkannte Zwerghuhnrasse “Deutsches Zwerg-Lachshuhn” in den Farbschlägen lachsfarbig und schwarz.

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