Leinegans

Leinegans bei Maximilians Kinder Arche

Die Leinegans – eine fast ausgestorbene Gänserasse

Herkunftsland:

Bei der Leinegans handelt es sich um eine alte, seit etwa 1850 bekannte Gänserasse. Ihre Name bezieht sich auf ihr Hauptverbreitungsgebiet. Die Gänse wurden bis in die 1950er Jahre vorwiegend entlang des Flusses Leine gehalten, hauptsächlich auf kleinbäuerlichen Höfen zwischen Göttingen und Hannover. Durch die landwirtschaftliche Industrialisierung kam es zu einem zahlenmäßigen Rückgang, sodass diese Gänserasse bis in die 1990er Jahre als ausgestorben galt. 1994 wurden zufällig Restpaare der Gänse gefunden, sodass Leinegans Züchter mit sechs reinrassigen Zuchttieren diese alte Gänserasse retten konnten.

Lebende Tiere:
In der roten Liste der ‚Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.‘ ist die Leinegans in der Kategorie I als extrem gefährdet aufgeführt. Züchter konnten mittlerweile weitere Tiere nachzüchten. Im Herdbuch waren 2013 bereits 150 reinrassige Zuchtgänse eingetragen. Zum Artenschutz tragen diese Tiere einen Fußring mit der Bezeichnung ‚Herdbuch Leinegans‘ sowie dem jeweiligen Schlüpfjahr und einer individuellen Kennnummer.

Ernährung:
Sofern eine ausreichende Weidefläche für die Tiere zur Verfügung steht, können Züchter diese alte Gänserasse ohne weitere Zufütterung halten. Diese Gans bevorzugt neben Gras auch Hafer, Obst oder Gemüse als Nahrung.

Eigenschaften

Gemäß dem Herdbuch kann die leichte bis mittelschwere Gänserasse ein Gewicht von vier bis acht Kilogramm erreichen sowie eine Größe von 70 bis 75 cm. Die Gans hat meist blaue Augen, besitzt eine aufrechte Haltung und trägt den kräftigen Hals ebenfalls aufrecht. Die Füße und der Schnabel sind von einer kräftigen orangeroten Farbe. Das feste und harte Gefieder ist weiß oder gescheckt und am Schwanz kurz. Allerdings sind die Farben des Gefieders nicht genau festgelegt und es kann zufließenden Übergängen kommen. Das Gefieder liegt dicht am Körper an, wodurch die bedrohte Gänseart gut den Wetterverhältnissen angepasst ist. Die Züchter nutzen die Tiere besonders für die Weidehaltung, da ihnen Regen oder Kälte nichts ausmachen. Diese Gänserasse gilt als genügsam und widerstandsfähig, da sie nicht so leicht von Krankheiten befallen wird.

Verhalten

Die Leinegans sucht sich eifrig selbst ihr Futter. Tiere verfügen über eine gute Beweglichkeit und Marschierfähigkeit und gehen auch problemlos weite Wege zu entlegenen Weideplätzen. Mit ihrem fürsorglichen Bruttrieb ist eine Gösselaufzucht ohne Probleme möglich. Die Gelege können aus bis zu 20 Eiern bestehen. Bei der Leinegans ist die Fähigkeit zur Naturbrut sehr ausgeprägt. Allerdings können Leinegans Züchter durch Kunstbrut die Zuchtergebnisse erhöhen, damit mehr Tiere in das Herdbuch Leinegans aufgenommen werden können.

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