Poitou-Esel

Seltene Poitou-Esel bei Max seiner Arche im Amt Neuhaus
Seltene Poitou-Esel auf dem Archehof in Amt Neuhaus
Zwei bedrohte Poitou-Esel grasen auf der Weide

Der Poitou-Esel

Herkunft: Der Poitou-Esel stand vor ca. 25 Jahren kurz vor dem Aussterben und ist auf der roten Liste der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.“ als stark gefährdet eingestuft. Dank intensiver Erhaltungsmaßnahmen im Ursprungsgebiet durch die „Association pour la Sauvegarde du Baudet du Poitou (SABAUD)“ sowie durch Zuchtprogramme in verschiedenen Zoos und Tierparks gibt es mittlerweile weltweit ca. 800 eingetragene Poitou-Esel.

Lebende Tiere: Der Poitou-Esel stand vor ca. 25 Jahren kurz vor dem Aussterben und ist auf der roten Liste der „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.“ als stark gefährdet eingestuft. Dank intensiver Erhaltungsmaßnahmen im Ursprungsgebiet durch die „Association pour la Sauvegarde du Baudet du Poitou (SABAUD)“ sowie durch Zuchtprogramme in verschiedenen Zoos und Tierparks gibt es mittlerweile weltweit ca. 800 eingetragene Poitou-Esel.

Ernährung: Der Poitou-Esel benötigt als Nahrung faserreiches, protein-und energiearmes Stroh bzw. Heu (möglichst Magerwiesen), Holz in Form von Ästen und Zweigen, Borke, Büschen (z. B. von ungespritzten Obstbäumen, Buche, Weide, Birke). Des Weiteren muss Wasser dauerhaft und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Eigenschaften

Der Poitou-Esel kann eine Widerristhöhe von bis zu 150 cm erreichen, wobei die Stuten etwas kleiner sind. Der Grossesel ist stämmig und massiv gebaut und sein Körpergewicht kann bis zu 450 kg betragen. Besonders auffallend sind der langgezogene, knochige Kopf und die starke Behaarung der Esel an den sehr langen und breiten Ohren, die bis zu ca. 40 cm lang sind. In der Regel sind die Augenringe, das Maul, der Bauch und die Schenkelinnenseiten silbergrau. Sein verwegenes Aussehen hat der Grossesel seinem Fell zu verdanken, das ungekämmt zu Platten und Strähnen verfilzt. Das lockige Langhaar ist meist kastanienbraun bis schwarzbraun. Trotz seines robusten Äußeren ist der Esel recht empfindlich, was erblich bedingte Krankheiten (z. B. Muskulatur, Gelenke) anbelangt.

Verhalten

Während die Stuten des Poitou-Esels in kleinen Gruppen umherwandern, gilt der Eselhengst als ortstreu. Das Verlassen des eigenen Reviers kann bei ihm Stress und Unwohlsein auslösen. In der freien Natur hat der Eselhengst ein ca. 5-10 qkm großes Revier, das er mit Urin, Kot und seiner Stimme markiert. Während umherziehende Stuten eingeladen werden, werden andere Eselhengste aggressiv vertrieben und so davon abgehalten, sein Gebiet zu betreten. Auch der domesitzierte Eselhengst hat noch das Sozialverhalten seiner wilden Vorfahren. Eine Grossesel-Herde besteht in der Regel aus einem Eselhengst und einer Stutengruppe mit ihren Fohlen. Sobald die männlichen Jungtiere jedoch geschlechtsreif werden, vertreibt sie der Eselhengst, weshalb sie meist kastriert werden müssen.

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