Pommernenten

Zwei Pommernenten-Max Arche

Pommernenten: Deutschlands älteste Entenrasse

Herkunft:  Das ursprüngliche Zuchtgebiet der Pommernenten lag im ehemaligen Regierungsbezirk Stralsund in Vorpommern. Die Rasse wurde früher auch häufig Schwedenente genannt, da das Herkunftsgebiet bis zum Jahre 1815 offiziell zu Schweden gehörte.

Kennzeichen: Pommernenten werden traditionell in zwei Farbschlägen gezüchtet, blau und schwarz, wobei der blaue Farbschlag der ursprünglichere ist. Charakteristisch für die Rasse ist der weiße Latz an Kropf und Vorderhals.

Lebende Tiere: Bei einer Bestandsrecherche im Jahre 2013 wurden 355 weibliche und 170 männliche Pommernenten registriert.

Eigenschaften

Äußerlich handelt es sich hier um den klassischen Landententyp. Pommernenten haben eine lange und gestreckte Körperform, der breite Rücken ist leicht gewölbt, die runde Brust steht etwas vor. Der Kopf ist lang und weist eine flache Stirn auf, der Schnabel mit der leicht hohlen Firstlinie ist ebenfalls lang und breit. Die Tiere haben dunkelbraune Augen, der Hals ist eher mittellang und etwas gebogen. Das fest anliegende Gefieder umfasst straffe Federn mit einer weichen Fahne, das Untergefieder ist äußerst daunenreich. Die ebenfalls sehr fest anliegenden Flügel werden bei gesunden Tieren gut geschlossen und auffallend hoch getragen. Die Läufe liegen fast in der Körpermitte und sind mittellang, die Schenkel treten nur ganz wenig hervor. Die Jungtiere sind schnellwüchsig, sehr robust und schon nach vier bis maximal fünf Monaten ausgewachsen. Weibliche Tiere erreichen bei optimalen Verhältnissen in der Zucht ein Gewicht von 2,5 Kilogramm, der Erpel wird bis zu 3,0 Kilogramm schwer.

Die Tiere gelten inzwischen als eine akut gefährdete Rasse und sind auf der “Roten Liste” der “Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen” vermerkt.

Verhalten

Bei günstiger Witterung beginnen Pommernenten das Eierlegen schon im Februar oder März. Sie beenden es zwischen Juni und Anfang Juli und haben eine beachtliche Legeleistung von 70 bis 100 Eiern. Die Eier, die sich sehr gut verkaufen lassen, fallen durch eine hübsche blaugrüne Farbe auf. Sie sind ohne Probleme zum Verzehr geeignet, wenn sie vollständig durchgegart sind. Da Pommernenten zu den sehr beweglichen Rassen zählen, benötigen sie einen nach Möglichkeit großen Auslauf mit einer ausgedehnten Weidefläche und auch Wasserflächen. Ansonsten sind die Tiere aber eher anspruchslos. Aufgrund des enormen Bewegungsdrangs eignen sich Pommernenten auch nicht zur Massentierhaltung. Die Tiere gelten als durchaus anpassungsfähig und fühlen sich auch ohne Schwimmwasser wohl, wenn ihnen ausreichend große Bademöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Gegenüber einem eher rauen und harten Klima zeigt sich die Pommernente sehr tolerant. Sie brütet auch sehr gut und zieht ihre Jungen ohne Probleme auf. Die leise schnatternden Pommernenten sind unermüdliche Schneckensucher und für jeden Züchter sehr wirtschaftlich, was die Entscheidung zum Kaufen erleichtert. Sie werden sehr zutraulich, sind nur wenig scheu und haben ein freundliches und aufgewecktes Wesen. Wichtig ist jedoch ein weiter Auslauf beziehungsweise die Möglichkeit zur freien Bewegung auf dem Wasser, dem Feld, im Wald oder auf der Wiese.

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