Sundheimer Hühner

Sundheimer Huhn

Sundheimer Hühner

Herkunft: Die Sundheimer Hühner sind alte Hühnerrassen, die aus Deutschland stammen. Sie finden ihren Ursprung speziell in dem badischen Ort Sundheim von Kehl und im Umkreis von Straßburg. Es wird davon ausgegangen, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts deutsche Bauern damit begannen Fleischhühner für den großen Straßburger Markt zu züchten. Im Jahr 1886 wurde die bäuerliche Zuchtgenossenschaft “Vereinigung des Sundheimerhuhnes” gegründet. Als nach dem 2. Weltkrieg Straßburg zusammen mit dem Elsass an Frankreich fiel, war der Bezug zum Straßburger Markt verschwunden und damit auch der Fleischabsatz für die Sundheimer Hühner, die bis dahin als Masthuhn gezüchtet wurden. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Sundheimer Hühner als ein leicht mästbares, mittelschweres und eierlegendes Zwiehuhn gezüchtet.

Die Zwerg Sundheimer wurden erstmals im Jahr 1920 gezüchtet und eine Kreuzung von dem Sundheimer Huhn und dem Zwerg-Sussex darstellt. Mit dem Zweiten Weltkrieg sind die Zwerg Sundheimer weitestgehend verschwunden, wurden jedoch von Fritz Walter weiter gezüchtet, ohne als Rasse anerkannt zu werden. Nach dem Tod von Fritz Walter im Jahr 1961 löste sich die Existenz vom Zwerg Sundheimer wieder auf. Die Züchter Günter Copi, Johann Bilina und Willi Wolf riefen die Zwerg Sundheimer wieder ins Leben und züchteten aus dem Zwerg Cochin, dem Deutschen Zwerg Lachshuhn, dem Zwerg-Sussex und dem Sundheimer Huhn eine neue Zwergrasse. Diese stellen die heutigen Zwerg Sundheimer dar, die schließlich im Jahr 1980 zu einer anerkannten Rasse wurden.

Verbreitung: Die badischen Sundheimer Hühner aus dem Elsass sind heute in ganz Deutschland verbreitet.

Legeleistung pro Jahr:  Die Sundheimer Legeleistung umfasst mindestens 200 hochwertigen Eiern, die über ein Mindestgewicht von 55 Gramm verfügen und eine helle bis dunkelbraune Farbe haben.

Eigenschaften

Aufgrund ihres Gewichts und der kurz ausgeprägten Flügel sind Sundheimer Hühner keine guten Flieger. Sundheimer Hühner halten sich auch aus diesem Grund sehr gut in Gärten.

Kennzeichen

Alte deutsche Hühnerrassen erleben in ihrer Entwicklung nicht selten eine Wandlung in ihrer Erscheinung und ihren Merkmalen. Auch die Sundheimer Hühner zeigten sich in ihren Rassemerkmalen nach historischen Aufzeichnungen zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Zucht in verschiedenen Erscheinungen. Im Jahr 1966 wurde schließlich die noch heute bestehende Kennzeichnung der Sundheimer Hühner festgelegt. Der Sundheimer Hahn und die Sundheimer Hennen sind sich im Aussehen sehr ähnlich und nahezu übereinstimmend gezeichnet.

Der Kopf der Sundheimer Hühner stellt sich mit einem reinen Silberweiß dar, während der Halsbehang einen breiten, tiefschwarzen und grün-glänzenden Schaftstrich mit silberweißem Saum präsentiert. Die Federn an dem Oberrücken unter dem Halsbehang weisen interessante schwarze Tropfenzeichnungen auf. Der Sundheimer Hahn besitzt schwarze Schwanzfedern mit einem grünen Glanz und die Sundheimer Hennen schwarze Schwanzdeckfedern. Eine weiße Umsäumung weisen die kleinen Sichelfedern bei dem Sundheimer Hahn und die Schwanzdeckfedern bei den Sundheimer Hennen auf. Die Sundheimer Hühnerrasse tritt ausschließlich in dem Farbenschlag “Weiß-Schwarzcolumbia” auf.

Im Körperbau zeigen sich Sundheimer Hühner mit einem breiten, vollen und tiefen waagerechten Rumpf, der sich nach hinten verjüngt. Die Brust ist vorgewölbt und deutet einen guten Fleischansatz an. Bei den Sundheimer Hennen ist der Sattel breit und der Rücken steigt in Richtung Schwanz etwas an. Der Sundheimer Hahn trägt den Schwanz nahezu waagerecht und locker. Der breite Kopf trägt einen kleinen, einfach geformten Kamm. Sundheimer Hühner besitzen rote längliche Ohrlappen, kurze leicht runde Kehllappen und orangerote bis rote Augen.

Das Körpergewicht von einem Sundheimer Hahn liegt zwischen 3,0 kg und 3,5 kg und bei den Sundheimer Hennen zwischen 2,0 kg und 2,5 kg.

Die Zwerg Sundheimer präsentieren sich in einer kleinen Zwergform, sind aber ihren größeren Verwandten sehr ähnlich. Der Zwerg Sundheimer Hahn erreicht ein Körpergewicht von 1,2 kg, während die Hennen ein Gewicht von 1 kg aufbringen.

Geschichte und Herkunft

Im Sinne ihrer Herkunft sind Deutsche Lachshühner keine Hühner aus ursprünglich deutschem Zuchtbestand. Der Länderzusatz “Deutsch” in der Rassebezeichnung trägt den Fortzuchtbemühungen deutscher Züchter Rechnung. Ihr Verdienst war es, aus einem züchterisch eher uneinheitlichen Masthuhn französischen Ursprungs ein für deutsche Zuchtbücher taugliches, einheitliches Zwiehuhn zu züchten. Unter Zwiehuhn verstehen Hühnerzüchter die kombinierte Nutzung als Lege- und Masthuhn.

Historisch führen sich Lachshühner auf die französischen Faverolles zurück. Rund um den Ort gleichen Namens entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Rasse des Faverolles-Huhns. Die Basis bildeten regionale Landhuhnschläge. Durch Einkreuzen schwerer Rassen wie Brahma, Crève-Coeur, Dorking und Houdan entstand ein als Fleischhuhn zu charakterisierender Hühnerschlag,

Dank intensiver Zuchtbemühungen wurden im Jahr 1915 aus Faverolles-Hühnern eingetragene “Lachshühner”. Erst nach 1945 stehen sie als Deutsche Lachshühner in den Zuchtbüchern. Aktuell wird die Rasse in offiziellen Schriften auch als Deutsche Faverolles bezeichnet. Neben der Großrasse “Deutsche Lachshühner” existiert eine ebenfalls anerkannte Zwerghuhnrasse “Deutsches Zwerg-Lachshuhn” in den Farbschlägen lachsfarbig und schwarz.

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