Vorwerkhühner

Vorwerkhuhn auf einem Misthaufen

Vorwerkhühner – Sehr robust und gute Futtersucher

Herkunft: Deutschland / Hamburg-Ohmarschen

Lebende Tiere: 718 Hähne und 3141 Hennen (Stand: 2013)

Ernährung: Grünfutter Sämereien, Insekten, Schnecken, Würmer, Ameisen, Larven etc.

Eigenschaften

Mit dem Vorwerkhuhn wollte der Hamburg-Ohtmarschener Oskar Vorwerk Anfang des 20. Jahrhunderts ein Zwiehuhn züchten, das in seiner Zeichnung dem Lakenfelder Huhn ähnelte. Zusammen mit dem Hittfelder und dem Ramelshoher Landhuhn bildete dann auch das Lakenfelder Huhn die Grundlage für die Zuchtidee eines multitalentierten Wirtschafthuhns mit einer ansprechenden Optik. Die Vorwerkhühner wurden 1912 in Hannover erstmals vorgestellt und im gleichen Jahr anerkannt. Sie verbreiteten sich in den darauffolgenden Jahren rasch. Dies änderte sich erst während des zweiten Weltkrieges. Im Jahr 1946 standen nämlich für die Zucht nur noch 26 Hennen und zwei Hähne zur Verfügung. Die Vorwerkhühner waren somit vom aussterben bedrohte Hühnerrassen. Inzwischen hat sich der Bestand wieder erholt. Vorwerkhühner besitzen eine einzigartige Farbgebung, die bei beiden Geschlechtern identisch ist. Bei den Hennen tritt die Leuchtkraft des Gefieders allerdings nicht ganz so stark hervor wie bei den Höhnen. Beim Vorwerkhuhn sind Kopf, Halsbehang und Schwanz samtig schwarz. Der goldgelbe Rumpf sorgt für einen starken Kontrast. Vorwerkhühner entsprechen dem mittelschweren Landhuhntyp. Sie sind nicht zu groß, muskulös, aber dennoch schlank und haben einen mäßig langen Rücken. Auch hinsichtlich des Körperbaus gibt es zwischen Hähnen und Hennen kaum einen Unterschied – ein Umstand, der sich auf die Vorwerkhühner Legeleistung durchaus nachteilig auswirkt. Die Zwergform des Vorwerkhuhns ist ebenfalls sehr verbreitet. Zwerg Vorwerkhühner wurden im Jahr 1965 anerkannt.

Verhalten

Das Vorwerkhuhn besitzt ein dichtes Untergefieder und ist deshalb von robuster Gesundheit und äußerst wetterhart. Des Weiteren gilt diese Hühnerrasse als sehr gutmütig und zutraulich. Eine Verträglichkeit ist sogar unter den Hähnen der Rasse zu verzeichnen – eine Verhaltensweise, die bei männlichen Hühnervögeln sonst eher selten auftritt. In den Monaten August bis September, wenn die Hühner ihre 20. Lebenswoche erreichen, finden sich bereits die ersten Eier im Legenest. Vorwerkhühnerbesitzen noch einen weiteren Vorteil: Da sie nicht besonders gut fliegen können, genügt eine einfache Umzäunung des Geheges. Steht den Tieren genug Auslauf zur Verfügung, sind sie äußerst sparsam im Unterhalt. Vorwerkhühner sind nämlich sehr gute Futtersucher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren

Menü

Jetzt eintragen!

Abonnieren Sie unseren Newsletter, dadurch verpassen Sie keine Neuigkeiten